Organisiert mit Papier

Es mag ein wenig altmodisch klingen, aber nach wie vor werden Papierkalender und Notizbücher benutzt und das aus guten Gründen. Die meisten Benutzer sind nicht einmal technikfeindlich, und es ist auch nicht immer eine Geldfrage, wenn man sich seine Termine in einen Papierkalender schreibt. Gründe gibt es viele.

Sicherheit

Ein Kalender, der in einem Smartphone läuft, auf einem Computer oder gar auf eine Webserver, ist immer anfällig, gehackt zu werden. Wer einen Kalender von Apple, Facebook oder Google benutzt, der gibt diesen Unternehmen auch Zugriff auf seine Daten und Informationen. Und die damit verbundenen Konten können ebenfalls von Fremden übernommen werden, zum Beispiel durch Phishing-Attacken. Ein Papierkalender hat dieses Risiko nicht. Er kann zwar auch gestohlen werden, aber selten ist ein Dieb an dem Kalender interessiert, eher an der Geldbörse in der Handtasche oder Rucksack.

Gefühl

Selbst wenn man sein Tablet oder Smartphone mit einem Stift benutzt, fühlt sich das niemals so an wie das Schreiben auf Papier. Auf Papier schreiben ist, was man ein haptisches Erlebnis nennt, es spricht mehr Sinne an als nur die Finger selbst: Papier hat einen Geruch, das Schreiben macht ein Geräusch.

Einfachheit

Man hat schneller einen Kalender aufgeschlagen, den jeweiligen Tag gefunden und mit einem Stift einen Eintrag gemacht, als wenn man sein Smartphone oder Outlook auf dem Computer gestartet hat. Gleiches gilt für ein Notizbuch. Es muss nicht hochfahren, braucht kein Update, sondern kann einfach beschrieben werden. Ein Kochrezept ist schnell mal niedergeschrieben.

Nachteile

Alles was auf Papier geschrieben ist, steht auch nur dort, und wenn ein Notizbuch oder Kalender verloren gehen, dann hat man kein Backup wie bei digitalen Lösungen. Abhilfe können da übrigens Programme schaffen, die die Notizbücher scannen und sogar die Texte auslesen können und dann in eine digitale Form bringen. Ein anderer Nachteil ist, das man einen Papierkalender nicht mit anderen teilen kann, zum Beispiel innerhalb der Familien – es sei denn es ist ein Familienkalender, der am Kühlschrank hängt.

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