Die Milch nicht vergessen

Die beiden Entwickler Emily Boyd und Omar Kilani waren es leid, Dinge zu vergessen. Es war das Jahr 2004, Google hatte gerade Gmail auf den Markt gebracht und alle waren begeistert davon, dass man keine Software brauchte, um die E-Mails zu lesen, nur einen Browser. Boyd und Kilani, sie Designerin, er Softwareingenieur, setzten sich hin und schufen einen der ersten Aufgabenmanager. Weil damals alles etwas lockerer war, nannten sie den Service “Remember The Milk” (Vergiß nicht Milch zu kaufen). Als kleinen Helfer stellte sie noch Bob T. Monkey ein, einen Plüschaffen, der der Chefcoder ist.

Heute, 14 Jahre nach der Gründung, hat sich Remember the Milk (oder auch RTM) auf dem Markt der Aufgabenverwaltungen etabliert und wird in einem Atemzug mit Asana und ToDoIst genannt. Gerade hat man bekanntgegeben, dass man jetzt auch Erinnerungen per Siri und Alexa einsprechen kann. Und auch die Webseite IFTTT, die kleine Scripts anbietet, arbeiten jetzt mit RTM zusammen. Solche kleinen Programme können bewirken, dass jede E-Mail mit einem bestimmten Betreff automatisch zu einer Aufgabe wird, oder wenn im Google-Kalender ein Meeting eingetragen ist, wird man am nächsten Tag erinnert, das Follow Up zu machen.

Einbindung von

Wer eine Apple Watch besitzt, kann jetzt ebenfalls seine Aufgaben einfach einsprechen und wird von der App erinnert, wenn es etwas zu erledigen gibt. Und schließlich kann man jetzt auch Dateien, die man bei Google Drive oder in seiner Dropbox liegen hat, in seine Aufgabenlisten einfügen.

Wer die Profiversion nutzt, kann Remember The Milk auch mit Microsoft Outlook verbinden und vor allem seine Aufgaben auch mit einer unbegrenzten Zahl von Nutzern teilen. Das Programm war am Anfang entwickelt worden, um Einzelpersonen und Familien das Leben leichter zu machen, wird aber jetzt auch zunehmend von kleineren und mittleren Unternehmen benutzt, die eine einfache Aufgabenverwaltung, die auch ein wenig Charme hat, haben wollen.

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