Basecamp war eines der ersten Produkte der Firma 37 Signals, und es war so erfolgreich, dass sich das Unternehmen nach seinem Bestseller benannte. Viele nennen Basecamp die Mutter aller webbasierten Projektmanagement-Systeme, und als es 2006 auf den Markt kam, sorgte es auch für Aufsehen. Längst gibt es heute komplexere Angebote, die auch mehr Funktionen haben, die an die sozialen Netzwerke erinnern, aber dennoch hat Basecamp noch immer Millionen Benutzer. Viele verwenden es heute noch, weil sie es gewohnt sind.

Basecamp wurde vor allem ins Leben gerufen, weil die Macher es leid waren sich durch E-Mail-Diskussionen zu wühlen. Eine der Stärken ist demnach auch noch das Nachrichtensystem, das wie ein Forum aufgebaut ist. Außerdem gibt es To-Do-Listen, die man sowohl Projekten als auch Mitarbeitern zuordnen kann. Das Preissystem ist einfach, es kostet 100 Dollar, egal wie viele Nutzer an einem Projekt mitarbeiten. Man kann auch so viele Projekte wie man möchte ins Leben rufen und hat 500 GB Speicherplatz für Dateien.

Video hilft dem Anfänger

Wer das erste Mal Basecamp benutzt wird sich freuen, dass es ein ausgesprochen ausführliches und verständliches Video gibt, welches die Grundfunktionen erklärt und auch hilft, wenn man bestimmte Funktionen noch nicht ausprobiert hat. Wer allerdings bereits andere Systeme ausprobiert hat und schnell einsteigen will, wird sich erst an die Besonderheiten der Software gewöhnen müssen – zum Beispiel das der Chat Campfire genannt wird, und man auch Campfires angezeigt bekommt, während eine direkte Nachricht über den Dienst Ping ausgeliefert wird, nicht zu verwechseln mit dem Terminal-Befehl.

Das Nutzerinterface ist wohl eine der größten Schwächen von Basecamp, vor allem weil es so weit von dem entfernt ist was heute Standard ist. Erfreulich ist die Offenheit gegenüber anderen Systemen, die man über Schnittstellen einbinden kann. Als einfaches System, mit dem man zusammenarbeiten kann, ohne großen Ansprüche zu haben ist Basecamp nach wie vor eine gute Lösung, und wird auch so verwendet.